Donnerstag, 6. August 2020

Vernehmlassung zum Projekt "Stadt Aarau, Gemeinden Buchs und Suhr IO;K 242/K 210 Buchser-/Suhrer-/Tramstrasse"

Die glp unterstützt die Notwendigkeit des Projektes, fordert jedoch die Prüfung mehrerer Projektbereiche

Die Notwendigkeit des Projektes ist unbestritten

Die Notwendigkeit der Sanierung ist für die glp unbestritten: Der Deckbelag hat seine Endlebensdauer erreicht, noch vorhandene, aber stillgelegte WSB-Gleise sind vor allem für VelofahrerInnen eine Gefahr. Die voranschreitende Quartiersentwicklung macht eine neue Verkehrsführung nötig, dies inkl. Lärmsanierung. Mit der geplanten Allee mit hochstämmigen Bäumen, der hochwertigen Ausgestaltung für den Langsamverkehr und die Priorisierung des Busverkehrs wird den zukünftigen Anforderungen angemessen Rechnung getragen.

Kostenteiler ist zu prüfen

Die geplanten Baukosten erscheinen der glp plausibel und sie befürwortet die Belastung der Spezialfinanzierung Strassenrechnung. Mit dem Kostenteiler ist die glp grundsätzlich einverstanden, erwartet aber Schwierigkeiten in der Umsetzung (Verzögerungen durch Einsprachen).

Die glp regt im Sinne der Prävention langer Verzögerungen an, den Kostenteiler bereits entsprechend dem neuen Gesetz festzulegen. In der aktuell in Vernehmlassung befindlichen Revision des Strassengesetzes ist eine solche Anpassung und Vereinheitlichung des Kostenteilers angedacht.

Zudem fordert die glp, dass folgende weiteren Punkte noch im Detail geprüft werden sollen:

Tempo 30-Zone auf der Buchserstrasse

Die Buchserstrasse wurde in den letzten Jahren durch das neue Aeschbachquartier deutlich umgestaltet. Deshalb stellt sich die Frage, ob im sehr urbanen Gebiet der Buchserstrasse Tempo 50 angemessen ist, oder ob Tempo 30 zusätzliche Lärmreduktion und Sicherheit mit sich bringt. Der befürchtete Zeitverlust für AutofahrerInnen auf der Strecke Bavaria-Gais (ca. 400 Meter) wären durch die Massnahme sehr gering.

Alternativen zur Verengung im Bereich Bavaria sind zu prüfen

Es ist damit zu rechnen, dass die Gebäude an der Buchserstrasse im Bereich Bavaria noch längere Zeit stehen bleiben. Die glp fordert eine Prüfung, ob die Verengung auf das heutige Strassenprofil im Bereich Bavaria die optimale Lösung darstellt, oder ob es Alternativen gibt. Z.B.

    1. Verschwenkung auf das unbebaute Areal Schärferwiese, welches bereits im Besitz des Kantons bzw. des KSA ist.
    2. Verhandlung mit den Landeigentümern an der Buchserstrasse, um die Boulevardgestaltung bereits heute zu realisieren. Dabei könnte der Landerwerb beispielsweise auch durch eine Zusammenfassung der Parzellen und Gewährung einer höheren Ausnützungsziffer querfinanziert werden.